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Histamin-Intoleranz
Wurde bei Ihnen tatsächlich eine Histamin-Intoleranz (HIT) festgestellt?
Es ist unmöglich, biogene Amine wie Histamin völlig vom Speiseplan zu verbannen!
Ziel einer HIT-Diät sollte daher immer sein, histaminreiche und -freisetzende Lebensmittel auf ein gesundes Maß
einzuschränken!
Dabei sollte eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung beachtet werden. Die Ernährung muß langfristig
umgestellt werden. In welchem Maße Histamin und biogene Amine eingeschränkt werden müssen, hängt individuell von
der gestörten Funktion des Enzyms Diaminoxidase (DAO) im Darm ab.

Folgendes ist bei der Emährungsumstellung zu beachten:
- Verzehr histaminreicher Lebensmittel einschränken
- Konsum von Lebensmitteln reduzieren, die Histamin freisetzen
- Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Gehalt an anderen biogenen Aminen
verringern
- Diaminoxidase-Hemmer wie Alkohol und Medikamente vermeiden
Histaminreiche Lebensmittel!
- eingelegter Fisch ( Matjeshering, Rollmops, Räucherfisch, Tunfischkonserven)
- Gereifte Wurst ( Salami, Cervelat, Jagd-, Mettwurst, Roh-, Parmaschinken, Speck)
- Soleier, Rotwein-, Tafelessig
- Hefeextrakte oder Hefepasten
- Weizenkeime und Sprossen
- Gereifte Käse (Bergkäse, Parmesan, Roquefort, Brie, Harzer)
- Alkohol (Rotwein, Weizenbier, Sekt)
- Eingelegtes Gemüse sowie Obst ( Spinat, Rote Bete, Sauerkraut, Gurken, Kürbis,
Ananas, Banane, Kiwi, Himbeeren, Papaya)
- Cashewkeme, Walnüsse, Soja
- Kakao, Schokolade
Histaminfreisetzende Lebensmittel!
- Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Tomaten, Meeresfrüchte
- Alkohol
Diese Nahrungsmittel sollten Sie bevorzugen!
- Kartoffeln, Reis, Nudeln
- Getreideprodukte
- Frische Milchprodukte: Milch, Buttermilch, Joghurt, Quark, Sahne, Frischkäse, Butter, Sehr junger Käse
- Blattsalate, Blumenkohl, Brokkoli, Chicoree, Feldsalat, Gurken, Karotten, Knoblauch,
Kürbis, Mangold, Paprika, Pilze, Radieschen, Rhabarber, Spargel, Zucchini, Zwiebel
- Äpfel, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen, Melonen, Bananen(nicht zu reif),
Stachelbeeren, Blaubeeren, Zitronen
- Kräuter und Gewürze
- Pflanzenöl, Apfelessig, Essigessenz
- Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier - nur frisch oder tiefgefroren. Frischwurst
- Wasser, Kaffee, Tee
Achten Sie beim Einkauf vor allem von Fleisch und Fisch auf die Frische!
Essen Sie keine aufgewärmten Fleisch- und Fischgerichte, da der Histamingehalt bei der
Lagerung ansteigt.
Histamin ist hitzestabil und wird weder beim Kochen noch beim Tiefgefrieren zerstört.
Begleitende therapeutische Maßnahmen
Begleitend zur Emährungstherapie werden zur Zeit medikamentöse Ansätze und der Einsatz
von Nahrungsergänzungsmittel diskutiert, die im Einzelfall den Verlauf einer Histamin-
Intoleranz positiv beeinflussen können.
- Antihistaminika ( verhindern das "Andocken" von Histamin im Gewebe )
- Nahrungsergänzung
- VitaminB6-Gabe bei vorhandenem Mangel für eine bessere
Verträglichkeit von Histamin
- Vitamin-C-Erhöhung für einen schnelleren Abbau von
Histamin
Eine letzte Information
Geschmacksverstärker (Glutamate E60-65) und Medikamente behindern ebenfalls den
Histaminabbau! Deshalb sollte damit vorsichtig umgegangen werden bzw. fragen Sie Ihren
Hausarzt.
Wirkstoffe in Medikamenten, die den Histaminabbau behindern:
- Amitriptylin (Antidepressiva)
- Chloroquin (Antirheumatikum)
- Claviansäure, Cycloserin ( Antibiotikum)
- Metamizol (Schmerzmittel)
- Metociopramin (Magen-Darm-Mittel)
- Propanidid (Narkosemittel)
- Theophyllin (Asthmamittel)
- Acetylcystein, Ambroxol (Schleimlöser)
Eine Auflistung des Histamingehalts unterschiedlicher Nahrungsmittel zeigen die folgenden Tabellen.
Tabelle 1
Tabelle 2
Tabelle 3
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